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Sprachsteuerung Google Assistant
Die smarten Helfer von A bis Z
Die smarten Lautsprecher schleichen sich in unseren Alltag. Die wichtigsten Tipps zum Einrichten und Praxisbetrieb.


Lautsprecher, die auf Zuruf Fragen beantworten und Aufgaben erledigen,  treffen den Nerv der Zeit. Den Anfang machte der «Echo»-Lautsprecher vom  Onlinehändler Amazon, der 2015 in den USA auf den Markt kam, aber bis  heute nicht offiziell in der Schweiz erhältlich ist. Google folgte mit  den «Home»-Lautsprechern zwar erst 2017, doch seither breiten sich diese  Geräte wie ein Flächenbrand aus.

Auch die Google-Lautsprecher sind in der Schweiz bis heute nur als  Importgeräte aus Deutschland erhältlich, beispielsweise der kleine  Google Home Mini, Bild 1 (gesehen bei digitrends.ch  für 68 Franken) oder der grössere mit dem schlichten Namen Home (155  Franken). Im Gegensatz zu Amazons Echo-Geräten legt Ihnen Google jedoch  keine Steine in den Weg, wenn Sie die Lautsprecher  in der Schweiz nutzen möchten: Die Stecker passen und die Apps  funktionieren fast ohne Einschränkungen auf Deutsch; einzig auf das  Vorlesen von Schweizer Nachrichten müssen Sie bislang noch verzichten.

Das Namensspiel
Zuerst sollten wir einige Begriffe klären, weil  es sonst zu Missverständnissen kommt – auch deshalb, weil Google bei der  Benennung seiner Dienste und Geräte einen unanständigen Mangel an  Fantasie zeigt.

Als «Home» werden die Lautsprecher  bezeichnet, die von Google selbst unter die Leute gebracht werden. Die  treibende Kraft dahinter nennt sich hingegen «Google Assistant»: Es  handelt sich dabei um Software; diese sorgt dafür, dass dumme Boxen klug  werden – oder zumindest aufmerksam zuhören. Die Verwendung des  Assistant beschränkt sich jedoch nicht auf Lautsprecher; Google sieht  den Einsatz in allen möglichen Geräten, angefangen vom Fernseher über  den Backofen bis hin zum Auto. Bis Ende 2017 waren etwa 1500 Geräte von  225 Marken mit dem Google Assistant ausgestattet. Der Konzern selbst  beziffert die Verbreitung auf über 400 Millionen Geräte. Dabei werden  allerdings auch Android- und iOS-Geräte mitgezählt, was diese Zahlen ein  wenig relativiert. Der Assistant ist übrigens ab Android 7.1.1 im  System integriert. Alle anderen Geräte ab Android 6 lassen sich  nachrüsten, indem die App «Google» aus dem Play Store installiert wird –  allerdings ist diese App vermutlich längst auf Ihrem Gerät vorhanden.  Sie gehört unter Android zu den Standard-Apps.

Unter iOS wird in jedem Fall die Google-App  «Assistant» benötigt, die in der Schweiz jedoch erst dann erhältlich  sein wird, wenn Google den Assistant offiziell freigibt.

So arbeitet der Assistant
Ein Lautsprecher  mit integriertem Assistant unterscheidet sich nur wenig von einem  gewöhnlichen Modell. Zum einen braucht er ein Mikrofon, um die Stimme  seines Herrn zu vernehmen. Ausserdem sind diese Lautsprecher via WLAN  ständig mit den Google-Servern verbunden, denn sie verfügen weder über  eine eigene Intelligenz noch über die nötige Rechenleistung, um eine  Anfrage zu beantworten. Dieser Minimalismus ist mit ein Grund, warum  Geräte mit integriertem Assistant sehr günstig oder sogar spottbillig  sein können. Ausserdem will Google mit dem Assistant (noch) nichts  verdienen, stattdessen geht es momentan darum, im Kampf gegen Amazons  Assistentin Alexa, Marktanteile zu ergattern.


Die serverbasierte Arbeitsweise führt zu einem weiteren Vorteil: Geräte  mit Google Home sind gegen das Alter resistent. Da alle Berechnungen auf  den Google-Servern stattfinden, reicht die eigene Leistung bis zum  jüngsten Tag. Neue Funktionen werden auf den Servern aktiviert und auf  diese Weise allen Endgeräten zur Verfügung gestellt. Nichts erinnert an  die klassische PC-Situation, in der neue Funktionen oft auch neue  Hardware erfordern.

Hey, du Wanze!
Ein Google-Home-Lautsprecher ist immer aktiv. Er zeichnet zu jeder  Sekunde auf, was Sie sagen. Das klingt dramatisch, ist aber halb so  wild. Um den Assistant zu befehligen, müssen Sie ihn mit den  Schlüsselwörtern Hey Google! oder Okay Google! wecken. Deshalb wird die  Umgebung in einem endlosen Strom  aufgezeichnet und auf diese Stichworte hin untersucht. Die Aufnahme im  Speicher wird aber nur wenige Sekunden alt; wenn kein Kommando erfolgt,  wird sie sofort wieder gelöscht. Wird allerdings die Sequenz Hey Google!  erkannt, öffnet sich eine Internetverbindung, um die Anfrage an die  Server zu übermitteln, wo sie verarbeitet wird. Sie können sich darauf  verlassen, dass es bei dieser kurzen Kommunikation bleibt, denn nichts  ist einfacher, als ein Gerät auf seine Internetaktivitäten zu  überwachen. Eine Indiskretion der Google-Lautsprecher würde sofort  auffliegen. Google geht zudem transparent mit den erfassten Daten um.  Öffnen Sie auf dem Smartphone die App «Google Home» (dazu gleich mehr) und tippen Sie links oben auf die drei Striche, um die Einstellungen zu öffnen. Im Bereich Meine Aktivitäten sehen Sie, was an Google übermittelt wurde.






Erstkontakt
Die Einrichtung eines Google-Home-Lautsprechers ist an Einfachheit kaum  zu überbieten. Dazu benötigen Sie lediglich die kostenlose App «Google  Home». Diese ist für die beiden mobilen Betriebssysteme  Android oder iOS verfügbar. Die App erhalten Sie entweder direkt über  den App-Shop auf Ihrem Smartphone oder über die beiden links erwähnten  QR-Codes. Versorgen Sie zuerst den Lautsprecher mit Strom, starten Sie  die App, tippen Sie auf das gefundene Gerät, Bild 4, und durchlaufen Sie  den Assistenten. Wählen Sie als Sprache die Option «Deutsch  (Deutschland)». Wenn Sie gefragt werden, ob Sie persönliche Ergebnisse  zulassen wollen, sollten Sie das Angebot annehmen – nur so kann der  Assistant zum Beispiel Ihren Google-Kalender durchsuchen, um Sie über  anstehende Termine zu informieren. Am Schluss der Einrichtung erhalten  Sie einige Tipps für den Umgang, doch die bilden nur die Spitze  des Eisbergs.






Timer
Hier eine leichte Übung zum Aufwärmen.
Timer gehören eindeutig zu den banalsten, aber  auch den besten Aufgaben, die Sie an den Assistant delegieren können:  Hey Google, Timer auf 20 Minuten. Wenn der Lautsprecher  losbimmelt, lassen Sie ihn mit Hey Google, stopp! verstummen oder  tippen das Gerät an. Ändern Sie hingegen Ihre Meinung, heisst der Befehl  Hey Google, lösche den Timer! Sie können auch mehrere Timer einsetzen  oder statt der Dauer die Endzeit festlegen: Hey Google, Timer für 11 Uhr  30. Das erspart das Kopfrechnen.

Allgemeinwissen
Natürlich können Sie den Assistant alles  Mögliche fragen, stets eingeleitet von Hey, Google oder Okay, Google:  Wie viele Kohlenhydrate hat eine Banane? Wann öffnet das Einkaufszentrum  Sihl City? Fast schon ein Party-Gag ist die Frage: Wie klingt ein  Otter?

Bildungslücken
Allerdings leidet der Assistant auch an Bildungslücken, die sich kaum  erklären lassen. So führen (zurzeit) die beiden Fragen Wann hat …  Geburtstag? oder Wo wohnt …? ins Leere, auch wenn diese Informationen im  Adressbuch von Google hinterlegt sind. Doch was heute nicht klappt,  kann morgen korrigiert sein. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Und  das bringt uns zum nächsten Thema.

Wie weiter?
Wenn Sie zum ersten Mal mit dem Google Assistant  experimentieren, besteht das grösste Problem wahrscheinlich darin, die  richtigen Einsatzgebiete zu finden. Was ist möglich? Welche Befehle gibt  es? Wie muss ich etwas formulieren, um die richtige Antwort zu  erhalten? So viel vorweg: Es gibt kein Handbuch zum Assistant;  stattdessen müssen Sie sich im Internet schlau machen. Und so wie der  Google Assistant ständig dazulernt, müssen Sie ebenfalls auf Draht sein,  um die neuen Möglichkeiten auch zu nutzen. Denken Sie jedoch daran,  dass neue Funktionen selten zur gleichen Zeit freigeschaltet werden.  Meistens sind die USA oder die englischsprachigen Länder zuerst an der  Reihe; der Rest der Welt wird erst nach Stunden, Tagen oder sogar  Monaten bedient.
  • Hilfeseite: Über die folgende Internetadresse go.pctipp.ch/1543  gelangen Sie zur Hilfeseite von Google, die sehr detailliert über den  Umgang und über die Möglichkeiten informiert. Hier finden Sie auch eine  Liste der unterstützten Geräte oder Informationen über den Umgang mit  den gespeicherten Daten.
  • Dienste: Wenn Sie nach der ersten  Eingewöhnung hungrig werden und möglichst viel über die Möglichkeiten  erfahren möchten, besuchen Sie die Google-Seite unter der Adresse assistant.google.com/explore.  Sie zeigt die unzähligen Möglichkeiten nach Kategorien sortiert. Studieren Sie die Seite gründlich und vor allem regelmässig, denn  hier erfahren Sie auch, wenn neue Funktionen freigeschaltet werden. Die  meisten Befehle klappen auch bei uns, aber es gibt keine Garantie.


Praxistipps
Wir zeigen Ihnen einige Möglichkeiten, die sich  nicht sofort offenbaren, aber sehr praktisch sind. Einige davon sind  erst in den letzten Wochen hinzugekommen, etwa die Broadcast-Funktion.

Broadcast
Diese Funktion setzt voraus, dass Sie in Ihrem Heim mehrere Lautsprecher  aufgestellt haben, die mit demselben Google-Konto angemeldet sind. Um  eine Sprachmitteilung an alle Lautsprecher zu schicken, sagen Sie zum  Beispiel «Nachricht an alle: In fünf Minuten fahren wir los». Dabei ist  das Kommando Nachricht an alle wichtig. Der Rest kann auch in  Schweizerdeutsch geplappert werden, weil einfach die Aufnahme  weitergeleitet wird – so wie bei einer Gegensprechanlage. Leider ist es  noch nicht möglich, gezielt einen Lautsprecher  zu adressieren. Wenn Sie in Hochdeutsch weiterfahren und eine bestimmte  Formulierung verwenden (Essen ist fertig), wird die Mitteilung durch  einen speziellen Klang eingeleitet und Ihre Stimme durch jene des  Assistant ersetzt. Eine Liste dieser Kommandos finden Sie über den Link go.pctipp.ch/1544.

Musik über Spotify
Falls Sie für das Spotify-Konto dieselbe  Mailadresse verwenden wie für das Google-Konto, werden Sie bei der  Installation automatisch gefragt, ob Sie die Konten verknüpfen möchten.  Ansonsten öffnen Sie die «Home»-App und tippen auf die drei Striche  links oben, um die Einstellungen zu öffnen. Wählen Sie den Bereich Musik  und richten Sie das Spotify-Konto ein. Um ein wenig Musik zu hören,  können Sie vage bleiben: «Spiele Jazz». Präziser wäre «Spiele die  Wiedergabeliste 'Morgenmuffel'» (vorausgesetzt, diese Liste ist  vorhanden). Wenn Sie ganz klare Vorstellungen von der Berieselung haben,  sagen Sie Spiele «Go» von «Louis the child». Selbst eine solche  Mischung aus Englisch und Deutsch funktioniert meist gut.

Radio über TuneIn
Der bekannte Internetradiodienst TuneIn ist ein  fest installierter Bestandteil des Assistant. Um einen Sender  aufzurufen, sagen Sie zum Beispiel «Spiele Musik von FM4». Wie alle  anderen Wiedergabeformen beenden Sie auch diese mit dem simplen Kommando  «Stopp!» oder durch Antippen des Geräts.

Externe Dienste
Der Google Assistant bietet ein Füllhorn an  Funktionen, die von Google selbst eingepflegt werden. Darüber hinaus  können sich auch andere Anbieter einklinken. Diese werden allerdings  etwas anders aufgerufen, zum Beispiel: «Rede mit Flachwitze!» oder «Rede  mit Chefkoch!» Wie bei allen externen Diensten ändert die Stimme des  Assistant und die Interaktion beginnt. Eine ständig wachsende Liste der  Möglichkeiten finden Sie unter der Webadresse assistant.google.com/explore, indem Sie oben auf den Bereich Was er kann klicken.

Smarte Geräte  
                                                        


Noch spannender wird es, wenn Sie neben den Lautsprechern weitere smarte  Geräte einspannen, wobei Leuchtmittel wie Hue, von Philips oder  Tradfri von Ikea zu den sinnvollsten Ergänzungen für Heimanwender  gehören. Wenn Sie die Leuchtmittel bereits vorher korrekt im WLAN  installiert haben, tauchen sie in den Einstellungen der «Google Home»-  App automatisch im Bereich Smart-Home-Steuerung auf, zusammen mit den  Lautsprechern.


Hier teilen Sie die Geräte und Leuchtmittel auch  den einzelnen Räumen zu. Die Steuerung ist einfach. Mit dem  Sprachbefehl «Licht ein!» respektive «Licht aus!» wird die ganze Anlage  ein- und ausgeschaltet. Räume werden bei ihrem Namen gerufen: «Schalte  das Licht im Büro ein!» Oder ein wenig subtiler: «Dimme das Licht im  Büro um 50 Prozent!» Seit Neustem ist es auch möglich, vordefinierte  Szenen via Google Assistant aufzurufen, die mit Philips Hue erstellt  wurden, etwa: «Aktiviere 'Entspannung'».

IFTTT
Den Gipfel erklimmen Sie jedoch mit der Nutzung  des Dienstes IFTTT (steht für «IF This Then That», also etwa «Wenn dies,  dann das»). IFTTT verknüpft Internetdienste und Geräte, sodass sich zum  Beispiel die Lampen blau färben, wenn es gemäss Wetterkanal zu regnen  beginnt. Auch für den Google Assistant steht eine eigene Kategorie an  Aktionen bereit. Sie kommandieren also den Lautsprecher, der wiederum via IFTTT (zu finden via Website ifttt.com) eine bestimmte Aktion auslöst.

Eine Einführung in dieses Thema würde viel zu  weit führen. Wenn Sie jedoch ein iPhone besitzen, dann könnten Sie  dessen Einkaufsliste füllen, indem Sie die Produkte einfach über den  Google Assistant diktieren. Eine schrittweise Anleitung finden Sie auf  der PCtipp-Website über die Internetadresse go.pctipp.ch/1545.  Damit bringen Sie den Lautsprechern nicht nur einen neuen Trick bei,  sondern lernen gleichzeitig eine Menge über die Funktionsweise von  IFTTT.




Über Sinn und Unsinn

Ob Sie sich für die Google-Lautsprecher begeistern können, hängt vor  allem von der Erwartungshaltung ab. So weit wie die künstlichen  Intelligenzen in Science-Fiction-Filmen sind wir noch nicht. Doch das  Thema ist für technikaffine Zeitgenossen spannend und mit jedem Update  auf den Google-Servern gibt es Neues zu entdecken. Klar ist, dass  Assistenten wie der Google Assistant, Apples Siri oder Amazons Alexa  trotz Anfangsschwierigkeiten nicht einfach verschwinden werden. Wer  jetzt dabei ist, kann später in verklärten, nostalgischen Erinnerungen  schwelgen. Und dabei war es noch nie so günstig, bei einer technischen  Revolution dabei zu sein.

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